FKU (neu)

Kategorie: Aktuelles

  • Werden Sie Außerschulischer Lernort – und gestalten Sie Zukunft aktiv mit!

    Werden Sie Außerschulischer Lernort – und gestalten Sie Zukunft aktiv mit!

    Sie möchten junge Menschen in ihrer Berufsorientierung unterstützen, Ihr Unternehmen präsentieren und gleichzeitig dem Fachkräftemangel entgegenwirken? Dann werden Sie Teil unseres Projekts Außerschulische Lernorte (ASL)!

    Bei ASL öffnen Unternehmen für drei Tage ihre Türen für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse. Die Jugendlichen gewinnen echte Einblicke in betriebliche Abläufe, entdecken neue Berufsfelder und knüpfen persönliche Kontakte – oft der erste Schritt in eine erfolgreiche Ausbildung oder ein Praktikum.

    Unsere Erfolgsgeschichten sprechen für sich:

    • Aus den ASL-Tagen sind bereits zahlreiche Praktikums- und Ausbildungsplätze entstanden.
    • Gerade erst hat ein Schüler, der sein ASL in einem unserer Partnerhotels absolviert hat, seine Ausbildung dort erfolgreich abgeschlossen – inspiriert von den drei Tagen, die sein Interesse geweckt haben.
    • Immer wieder berichten Unternehmen von motivierten Jugendlichen, die nach ASL den Kontakt suchen – eine Win-Win-Situation für beide Seiten!

    So läuft ASL ab:

    • Vier Blöcke pro Schuljahr, jeweils drei Termine an aufeinanderfolgenden Montagen
    • Schülergruppen besuchen Ihr Unternehmen 2–4 Stunden pro Termin
    • Rund 10 Lernorte pro Block, Schüler wählen selbst, welche Betriebe sie besuchen möchten
    • Eine Lehrkraft begleitet die Gruppe – Sie müssen sich nicht um Disziplin kümmern

    Die nächsten ASL-Termine:

    Block I: 16.09.2025, 23.09.2025, 30.09.2025
    Block II: 08.01.2026, 14.01.2026, 22.01.2026
    Block III: 02.03.2026, 09.03.2026, 16.03.2026
    Block IV: 22.05.2026, 29.05.2026, 05.06.2026

    Jetzt mitmachen! Lassen Sie Schülerinnen und Schüler Ihr Unternehmen entdecken und werden Sie Außerschulischer Lernort.

    Mehr Informationen und Anmeldung unter: https://neu.fku.berlin/asl

  • Podcast „Kiezgespräche“ live vom Karrieretag: Ausbildung im Fokus

    Podcast „Kiezgespräche“ live vom Karrieretag: Ausbildung im Fokus

    Podcast-Sonderfolge: „Dual in Deine Zukunft“ aus der East Side Mall

    Wie können Unternehmen junge Menschen für eine Ausbildung begeistern? Und welche Strukturen braucht es, damit Betriebe als attraktive Ausbildungsorte wahrgenommen werden? Antworten auf diese Fragen gibt die aktuelle Sonderfolge unseres Podcasts Kiezgespräche, die live auf dem Karrieretag „Dual in Deine Zukunft“ in der East Side Mall Berlin aufgezeichnet wurde.

    Moderiert von Martin Knauft, kommen in dieser Episode zahlreiche Stimmen zu Wort, die berufliche Orientierung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg aktiv mitgestalten – aus Wirtschaft, Verwaltung, Beratung und Bildung.

    Was Unternehmen aus der Folge mitnehmen können

    Diese Episode bietet wertvolle Impulse für ausbildungsinteressierte Betriebe, darunter:

    • Konkrete Einblicke in erfolgreiches Ausbildungsmarketing im Bezirk
    • Hinweise auf Fördermöglichkeiten und begleitende Angebote für Betriebe
    • Zugänge zu neuen Zielgruppen, etwa Alleinerziehende oder Quereinsteiger*innen
    • Erfahrungsberichte direkt aus den Unternehmen und von Fachkräften

    Ausbildung im Kiez: Stimmen aus der Praxis

    In spannenden Gesprächen mit über einem Dutzend Gästen beleuchtet die Podcastfolge verschiedenste Perspektiven rund um das Thema Ausbildung:

    • Cedrik Lutz & Zdenka Hruby (FKU) erläutern die Bedeutung des Karrieretags für den Bezirk und den langfristigen Mehrwert für Unternehmen und Jugendliche.
    • Regine Sommer-Wetter (stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Bürgerdienste und Soziales) betont die wirtschaftliche Vielfalt im Bezirk und ruft Unternehmen dazu auf, präsenter an Schulen zu werden.
    • Helene Anders & Rolf Hempel (FKU-Vorstand) teilen persönliche Rückblicke auf den Messetag und ihre eigenen Ausbildungswege – ein Plädoyer für Berufsorientierung als gesamtwirtschaftliche Aufgabe.
    • Anne-Marie Neumann (K. Rogge Spezialbau GmbH) hebt die Bedeutung von handwerklicher Ausbildung im Stuckateurbereich hervor – praxisnah, draußen und im Team.
    • Pauline Potschka (Koordinierungsstelle für Alleinerziehende) macht deutlich, wie Alleinerziehende als engagierte Auszubildende gewonnen werden können – vorausgesetzt, Unternehmen zeigen strukturelle Offenheit.
    • Peter Schulz (Jugendberufsagentur Berlin) gibt Einblicke in die Planung des Karrieretags und benennt Herausforderungen bei der Ansprache von Betrieben.
    • Marie Brandt (aletto Hotels) beschreibt, wie vielseitig Berufsorientierung in der Hotellerie aussehen kann – mit Chancen für Wiedereinsteiger:innen.
    • Lukas Hoffmann (IHK Berlin) präsentiert gemeinsame Projekte mit der Handwerkskammer – u. a. ausbildung.berlin und die Praktikumswoche Berlin.
    • Leon (Azubi im Schornsteinfegerhandwerk) erzählt reflektiert über Umwege in seinem Ausbildungsweg – und warum Ausbildung ein gleichwertiger Bildungsweg ist.
    • Christin Bochhammer (Agentur für Arbeit Mitte) schildert die Entwicklung der Berufsberatung und Zugänge für Unternehmen.
    • Max Kindler (Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit) spricht über die Rolle von Politik bei der Förderung von Ausbildung – und über seinen eigenen, durchaus handwerklichen Plan B.
    • Sabrina Rüger (McDonald’s Berlin Froitzheim) teilt Erfahrungen zur Nachwuchsgewinnung und erfolgreichen Schulkooperationen.
    • Romana Wittmer (Beauftragte für Gute Arbeit) & Ines Richter (East Side Mall) blicken gemeinsam auf den Organisationserfolg des Tages zurück – ein echtes Gemeinschaftsprojekt.

    Jetzt reinhören!

    🎧 Die komplette Folge ist ab sofort online – hörenswert für alle, die Ausbildung im Kiez aktiv mitgestalten möchten.

    👉 Direkt zur Folge: Kiezgespräche – Sonderfolge vom Karrieretag

  • Austausch zu den Städtepartnerschaften

    Austausch zu den Städtepartnerschaften

    Was haben Wiesbaden, Dêrik in Syrien und Kadıköy in der Türkei gemeinsam?
    Sie gehören zu den 12 Städtepartnerschaften, die Friedrichshain-Kreuzberg pflegt. Diese Partnerschaften verbinden Menschen und Unternehmen, fördern den fachlichen Austausch, stärken das zivilgesellschaftliche Engagement und helfen dabei, Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln.

    Zukünftig wollen wir zeigen, wie diese internationalen Netzwerke kleinen und mittleren Unternehmen im Bezirk konkrete Vorteile bringen können – von neuen Geschäftskontakte knüpfen neue Geschäftskontakte und Kooperationsmöglichkeiten bis zu Einblicken in internationale Märkte. Der FKU wird dafür in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk die Potenziale der Städtepartnerschaften für Unternehmehmer*innen sichtbarer und nutzbarer machen. Ein erstes Austauschtreffen mit dem Beauftragen für Städtepartnerschaften, Dr. Guido Rohmann  dazu hat im Juni bereits stattgefunden.

  • Rückschau: Karrieretag 2025 – Dual in Deine Zukunft

    Rückschau: Karrieretag 2025 – Dual in Deine Zukunft

    Einblicke. Erlebnisse. Entscheidungshilfen

    Unter diesem Dreiklang stand auch der Karrieretag 2025, der am 25. Juni zum vierten Mal in der EAST SIDE MALL stattfand. Als bezirkliches Highlight im Bereich Berufsorientierung brachte er wieder Unternehmen, Institutionen und über 650 Jugendliche miteinander ins Gespräch – praxisnah, barrierearm und auf Augenhöhe.

    Unternehmen und Einrichtungen aus Handwerk, Gesundheit, Hotellerie, Gastronomie, Verwaltung und weiteren Branchen verwandelten das Einkaufszentrum in einen lebendigen Erlebnisraum für Jugendliche. Interessierten Schüler*innen konnten vor Ort ihre Interessen und Fähigkeiten entdecken, Werkzeuge in die Hand nehmen, sich an berufstypischen Aufgaben ausprobieren – vom Mocktail-Mixen bis zur Kabelverlegung.

    Ein starkes Netzwerk für berufliche Zukunft

    Getragen wurde der Karrieretag wie in den Vorjahren von einem breiten Bündnis engagierter Partner*innen: dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, der Jugendberufsagentur, der Handwerkskammer Berlin, dem Regionalen Fachkräfte-Bündnis, der East Side Mall sowie dem Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein (FKU).

    Stimmen zum Karrieretag

    Es braucht die persönliche Begegnung, das Kennenlernen von Teammitgliedern, den authentischen Blick in das Unternehmen und auch das eigene Lösen von beruflichen Aufgaben, damit bei jungen Menschen der Funken der Begeisterung für eine duale Ausbildung überspringen kann. Diese Art der praktischen, wie realitätsnahen Berufsorientierung können nur Unternehmen selbst leisten – sie lässt Augen glitzern und schafft nachhaltige Entscheidungshilfen, wenn es um die Entscheidung für eine duale Ausbildung geht. Deshalb ist der Karrieretag mit seinen branchenvielfältigen Unternehmen und seiner berufspraktischen Ausrichtung so effektiv, sowohl für Unternehmen als auch für Schüler*innen, die noch dabei sind ihren beruflichen Weg zu planen.

    Helene Anders, FKU-Vorstandsmitglied

    Um Schülerinnen und Schüler, für das Handwerk zu gewinnen, braucht es Brückenbauer, die Betriebe und Bildungseinrichtungen frühzeitig zusammenbringen. Unternehmen fehlen leider sowohl die Kapazitäten als auch die gezielten Ressourcen, um diese wichtige Aufgabe zu stemmen.
    Daher ist das Engagement von Institutionen und Verbänden wie dem Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein so wichtig. Ihm gelingt es erfolgreich Schulen und Wirtschaft nachhaltig zusammenzubringen und Synergien zu schaffen. Das entlastet nicht nur die Unternehmen, sondern ermöglicht es auch Jugendlichen, für sie noch unbekannte Berufswelten zu entdecken. Die Firmen nutzen dabei die Chance, bei potenziellen Nachwuchskräften zu punkten.
    Wir freuen uns immer wieder interessierte Schülerinnen und Schüler für unsere Branche und das Handwerk zu begeistern, sie ausbilden zu können und ihnen eine neue Perspektive zu eröffnen.

    Anne-Marie Neumann, K. Rogge Spezialbau GmbH

    Veranstaltungen wie der Karrieretag – Dual in Deine Zukunft sind für Unternehmen eine attraktive Bühne, in den direkten Kontakt mit ausbildungsinteressierten Jugendlichen zu treten. Für unsere Fachkräftesicherung haben wir mit dieser Strategie sehr gute Erfahrungen gemacht und bereits sehr motivierte Auszubildende gewonnen.

    Marie Brandt, aletto Hotels

    Offene Berufsorientierung für alle

    Neben Schulklassen waren auch Einzelbesucher*innen und Eltern herzlich eingeladen. In der „Elternsprechstunde“ gab es Orientierung zu möglichen beruflichen Zukunftswegen für den Nachwuchs.

    Damit sich Unternehmerinnen und Ausbildungsbetriebe austauschen und vernetzen konnten, luden das Regionale Fachkräfte-Bündnis in die Fachkräfte-Lounge ein. Dort sprach Martin Knauft, FKU für den Podcast „Kiezgespräche“ mit verschiedenen Akteur*innen, und Unternehmer*innen über ihre persönlichen Eindrücke vom Karrieretag und auch Ihre eigenen Berufswege und -Entscheidungen.

    Der Karrieretag in Friedrichshain-Kreuzberg hat sich als „Best-Practice“-Beispiel für gelungene Zusammenarbeit etabliert. Die Initiator*innen sind sich einig: Die frühe, praktische und niedrigschwellige Berufsorientierung bei der Wirtschaft und Schule engagiert zusammenarbeiten, leistet einen zentralen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Bezirk.

    [Fotos: FKU, Martin Heinlein]

  • Rückblick: Unternehmer*innen auf Bike-Tour – Netzwerken und Fahrtwind genießen

    Rückblick: Unternehmer*innen auf Bike-Tour – Netzwerken und Fahrtwind genießen

    Was für ein Tag! Im Juni ging die gemeinsame Bike Tour von FKU & IMW in eine neue Runde! Über 170 Kilometer führte die Route 10 Unternehmer*innen durch das malerische Berliner Umland, vorbei an grünen Alleen, durch den Naturpark Barnim bis hin zum Flughafen Fehrbellin.

    Der Tag begann mit heißem Kaffee und einem kleinen Frühstück in der Pulvermühle in Haselhorst. Punkt 10 Uhr starteten die Motoren – und damit auch das Netzwerken der besonderen Art: Zwischen Kurven, Tankstopps und Mittagessen wurde nicht nur der Fahrtwind genossen, sondern auch der Austausch zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern gepflegt.

    Technik trifft Abenteuer
    Für Aufwind sorgte der Zwischenstopp mit spannender Präsentation moderner Fallschirmtechnik am Flugplatz Fehrbellin – eindrucksvoll und lehrreich zugleich. Der Abschluss an der Spinnerbrücke bot dann noch einmal Gelegenheit zum Verschnaufen und Nachbesprechen der erlebnisreichen Tour.

    Unser Fazit: Gemeinsames Biken verbindet – geschäftlich wie menschlich. Danke an alle Mitfahrenden und Organisator*innen!

  • FKU-Unternehmerstammtisch bei Solution360 – unternehmerischer Austausch über den Dächern Berlins

    FKU-Unternehmerstammtisch bei Solution360 – unternehmerischer Austausch über den Dächern Berlins

    Ein Stammtisch wie aus dem Bilderbuch: Rund 50 Teilnehmende erlebten einen Sommerabend voller Impulse, guter Gespräche und echter Begegnung.

    FKU-Vorstand Frank Hüpperling begrüßte die Gäste und unterstrich den besonderen Charakter des Abends: Der Stammtisch ist eine gemeinsame Veranstaltung des Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmervereins (FKU) und der bezirklichen Wirtschaftsförderung, diesmal vertreten durch Katrin Klisch, Leiterin der Wirtschaftsförderung. Im Anschluss richtete Martin Knauft, Leiter des Regionalen Fachkräfte-Bündnisses, kurz das Wort an die Gäste. In seinem kurzen Rückblick dankte er den Mitgliedern und Partnern für die erfolgreiche Zusammenarbeit im vergangenen Schuljahr, in dem gemeinsam rund 2.000 Begegnungen zwischen Jugendlichen und Unternehmen ermöglicht wurden. Gleichzeitig warb er für weiteres Engagement in der Fachkräftesicherung – denn Nachlassen sei keine Option.

    Anschließend stellte sich der Gastgeber des Abends vor: Henryk Lippert, Geschäftsführer der Solution360 GmbH, gab einen kompakten Einblick in die Entwicklung des E-Commerce-Unternehmens, das seit 2014 am Standort Engeldamm kontinuierlich gewachsen ist. Heute arbeiten hier mehr als 25 Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen Entwicklung, Design, Projektmanagement und Online-Marketing an hochwertigen Shoplösungen – unter anderem für Marken wie Ampelmann oder MEGAZOO.

    Ein inhaltlicher Höhepunkt des Abends war der Impuls von Henryk Lippert zum anstehenden European Accessibility Act, der am 28. Juni 2025 in Kraft tritt. Der Vortrag informierte praxisnah über die neuen rechtlichen Anforderungen an digitale Barrierefreiheit und stellte eine innovative Softwarelösung vor, mit der Unternehmen ihre Online-Präsenz zukunftssicher und rechtskonform gestalten können – ein Thema, das auf großes Interesse bei den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern stieß.

    Abgerundet wurde der Abend durch ein leckeres Grillbuffet, das in Kombination mit der offenen Atmosphäre der Solution360-Räume und den beiden Dachterrassen über den Dächern Kreuzbergs für ein echtes Highlight des bisherigen FKU-Jahres sorgte. In entspannter Stimmung wurde bis in die späten Abendstunden genetzwerkt, diskutiert und angestoßen.

    Der FKU konnte mit diesem Stammtisch erneut zeigen, wofür er steht: für eine lebendige, branchenübergreifende Unternehmergemeinschaft, in der Handwerk, Industrie und Handel, Soloselbstständige und Institutionen auf Augenhöhe zusammenkommen. Das besondere Format schafft Raum für echte Kontakte, neue Kooperationen und Perspektiven – genau das, was Unternehmen heute brauchen.

    Sie sind noch kein Mitglied im FKU? Dann laden wir Sie herzlich ein, unsere nächsten Veranstaltungen zu besuchen. Ob als Gastgeber oder Gast – nutzen Sie die Chance, sich sichtbar zu machen, Ihr Netzwerk auszubauen und Teil eines starken regionalen Wirtschaftsnetzwerks zu werden.

  • Vielfalt gewinnt 2025 – Berliner Wirtschaft zeichnet mutige Unternehmer*innen aus!

    Vielfalt gewinnt 2025 – Berliner Wirtschaft zeichnet mutige Unternehmer*innen aus!

    Feierlicher Abend im Roten Rathaus: Die Preisträger*innen des Wettbewerbs „Vielfalt unternimmt – Berlin würdigt migrantische Unternehmen“ wurden ausgezeichnet!

    Aus über 70 Bewerbungen wählte eine Expert*innenjury – unter ihnen FKU-Vorstand Helene Anders – inspirierende Unternehmen aus, die Vielfalt leben, Innovation fördern und soziales Miteinander gestalten.

    Herzlichen Glückwunsch an die tollen Preisträger*innen:

    Kategorie A – ab 30 Mitarbeitende:
    Safiye Ergün | Dosteli GmbH
    Ein kultursensibler Pflegedienst mit ambulanter Pflege, Seniorencafés & Demenz-WGs – aktiv in fast allen Berliner Bezirken.

    Kategorie B – bis 30 Mitarbeitende:
    Seneit Debese | Greta & Starks Apps GmbH
    Mit der App Greta wird Kino barrierefrei – für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung. Schon in 15+ Ländern im Einsatz!

    Gründer*innenpreis:
    Ali Abderrahmane & Burak Erkovan | JUHI GmbH
    Eine Plattform, die junge Helfer*innen mit Pflegebedürftigen verbindet – direkt abrechenbar über die Pflegekasse.

    Sonderpreis Unternehmensnachfolge:
    Azadeh Farshidfar | Praxis für Physiotherapie Farshidfar
    Erfolgreiche Praxisübernahme mit Teamtreue – ergänzt durch neue Angebote wie Coaching, Hypnose & Reiki.

    „Die ausgezeichneten Unternehmen stehen für wirtschaftlichen Erfolg, gesellschaftliches Engagement und echte Vorbilder – besonders für junge Menschen mit Migrationsgeschichte.“

    Helene Anders, FKU-Vorstand & Jurymitglied

    Wir gratulieren allen Preisträger*innen herzlich – und bedanken uns für ihren Beitrag zu einer diversen und starken Berliner Wirtschaft!

  • Warum auch wir über ADHS sprechen müssen…

    Warum auch wir über ADHS sprechen müssen…

    Oder warum ADHS-Strategien allen Führungskräften helfen können – Impuls von Ulli Masztalerz, Coach, Kommunikationsberaterin & ADHS-Trainerin

    „Auf einmal haben alle ADHS.“ Diesen Satz hört man immer wieder. Und gerade Unternehmen trifft er mit voller Wucht. Die Zahl der ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen hat sich in Deutschland zwischen 2009 und 2014 verdoppelt. Auch neuere Krankenkassendaten bestätigen einen weiterhin steilen Trend. Wie viele Erwachsene tatsächlich betroffen sind, bleibt unklar, denn ADHS zeigt im Erwachsenenalter oft ein vollkommen anderes Gesicht als bei Kindern.

    Doch Zahlen sind nur die Hälfte der Geschichte. Die andere Hälfte spielt sich in Büros, Werkstätten, Ladenlokalen und Besprechungsräumen ab: Immer mehr Geschäftsführende, Abteilungsleitungen und Teamverantwortliche leben mit ADHS. Sie bringen Wagemut, Ideenreichtum und große Menschenkenntnis mit in ihre Unternehmen – hinterlassen aber auch unerledigte Aufgaben, verpasste Termine und ratlose Mitarbeitende.

    Genial & chaotisch – Fluch und Segen bei ADHS in der Führung

    Wer mit ADHS führt, bringt oft große Stärken mit: Tonnenweise Begeisterungsfähigkeit, kreative Lösungen, sehr schnelles Denken und unendliches Verständnis für andere. Doch genau diese Eigenschaften können im Führungsalltag auch zu Problemen führen, vor allem dann, wenn klare Abläufe fehlen.

    So entstehen ständig neue Ideen, doch bei der Weitergabe an Mitarbeitende fehlen häufig klare Anweisungen, realistische Zeitvorgaben oder nachvollziehbare Ziele. Präsenz und Engagement erscheinen wechselhaft und so kann auf einen nächtlichen Arbeitsschub am nächsten Morgen die absolute Funkstille folgen. Mitarbeitende erleben das als unberechenbar.

    Auch in Besprechungen fällt es schwer, bei der Sache zu bleiben: Zwischen Telefonaten, Nachrichten und mehreren Aufgaben gleichzeitig gehen Vereinbarungen schnell verloren und werden später vergessen oder durch neue ersetzt. Kritik von außen löst bei Führungskräften mit ADHS nicht selten starke emotionale Reaktionen aus: Rückzug, Rechtfertigung oder plötzliche Kurswechsel. Und was mit viel Energie gestartet wurde, verliert an Schwung, wenn die nächste Idee lockt.

    Diese Spannungen entstehen nicht aus bösem Willen. Sie sind Teil eines Nervensystems, das ständig in Bewegung ist und feste Strukturen als Halt braucht.

    Führen mit ADHS – geht das überhaupt?

    Und wie das geht. Denn aus der Herausforderung kann eine Stärke werden: Wer anders denkt, findet auch andere Wege, Verantwortung zu übernehmen. Viele Führungskräfte mit ADHS entwickeln im Lauf der Zeit ganz eigene Strategien: praktisch, kreativ, manchmal ungewöhnlich – aber wirkungsvoll.

    Klar ist aber auch: Wer selbst oft unter Strom steht oder schnell überfordert ist, braucht funktionierende Abläufe. Und zwar für sich selbst wie für das Team.

    Sechs praktische Werkzeuge für den Führungsalltag

    Diese einfachen Methoden können helfen, im Führungsalltag klar, verlässlich und aufmerksam zu bleiben:

    1. Schriftlich statt mündlich Jede Aufgabe wird schriftlich festgehalten, am besten kurz und klar: Was ist zu tun, wer ist zuständig, bis wann soll es erledigt sein und wie ist der Stand. Das schafft Klarheit.

    2. Kurze tägliche Runde Ein tägliches 10 bis 15-minütiges Gespräch mit festen Fragen bringt Fokus: Was ist heute wichtig? Wo brauchst du Hilfe? Was wurde gestern abgeschlossen?

    3. Aufträge bestätigen lassen Ein Auftrag gilt erst, wenn die Mitarbeitenden ihn in eigenen Worten, mündlich oder schriftlich, bestätigt haben. Das verhindert Missverständnisse.

    4. In festen Zeitblöcken arbeiten Wer konzentriert arbeitet, vergisst oft die Zeit. Deshalb hilft ein einfacher Rhythmus: 80 Minuten arbeiten, 10 Minuten Pause. So bleibt der Kopf klar. Ein Wecker oder Timer reicht völlig.

    5. Unterstützung organisieren – „Body Doubling“ Bei wichtigen Aufgaben oder Routinen hilft es, jemanden dabei zu haben – sei es die Assistenz, Kolleg:innen oder externe Beratende. Diese Methode nennt sich „Body Doubling“ und bedeutet einfach: Gemeinsam geht vieles leichter, auch wenn die andere Person nicht aktiv mithilft, sondern nur anwesend ist.

    6. Bei starken Gefühlen innehalten Starke Emotionen? Erst wahrnehmen, dann dreimal durchatmen. Und die Antwort vertagen. Diese kleine Routine hilft, sachlich zu bleiben und Konflikte zu vermeiden.

    Ein sicheres Arbeitsklima schaffen

    Wo Fehler als Lernchance gelten und nicht als Versagen, entsteht Raum für Entwicklung. Das gilt für Mitarbeitende genauso wie für Führungskräfte. Diese sogenannte „psychologische Sicherheit“ ist besonders wichtig, wenn ADHS im Spiel ist, denn sie gibt allen Beteiligten die Gewissheit, dass Schwächen offen angesprochen werden dürfen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

    Der Schlüssel ist ein Betriebsklima, in dem Nachfragen ausdrücklich erwünscht sind. Nicht als Störung, sondern als Zeichen von Sorgfalt. Wenn für alle sichtbar ist, wie bei Problemen umgesteuert wird, dann schafft das Sicherheit. Ebenso wertvoll: ein kurzer, regelmäßiger Blick zurück auf das, was gut lief, und auf das, was noch verbessert werden kann. So wachsen Vertrauen und Struktur.

    Mitarbeitende mit besonderen Bedürfnissen führen

    Manche Mitarbeitende, besonders neurodivergente, denken, fühlen und arbeiten anders – und genau das ist ihr Potenzial. Wer sie führen will, muss diese Unterschiede nicht glätten, sondern verstehen. Gute Führung fragt nicht: „Warum machst du das so?“, sondern: „Wie kann ich dich unterstützen?“

    Eine gute Strategie besteht aus ehrlichem Interesse statt Kontrolle und individuellen Lösungen statt Einheitsbrei. Manche brauchen feste Zeiten, andere flexible Arbeitszeiten. Manche arbeiten besser in Ruhe, andere brauchen enge Betreuung.

    Allen hilft es, wenn Ergebnisse nach ihrer Wirkung beurteilt werden, anstatt nach dem Weg dorthin und wenn Arbeitsweisen gemeinsam abgestimmt werden. So entsteht ein Arbeitsumfeld, das sich an Stärken orientiert.

    Wenn beide Seiten ADHS haben

    Teilt eine Führungskraft ihre ADHS-Erfahrung, fühlen sich betroffene Mitarbeitende sofort verstanden. Gemeinsame Strategien für bessere Konzentration, Prioritäten setzen und flexible Arbeitsweisen können ungeahnte Energie freisetzen. Vorausgesetzt, beide Seiten sind ehrlich zu sich selbst. Sonst addiert sich das Chaos.

    Führung, die am Ende allen hilft

    Was als Lösung für ADHS-Probleme begann, entpuppt sich als gut für alle: schriftliche Aufträge, klare Ziele, kurze Abstimmungen und offen kommunizierte Erwartungen. Gute Führung macht keine Ausnahmen, sie funktioniert für jeden.

    Klare Abläufe plus ein vertrauensvolles Arbeitsklima verwandeln vermeintliches ADHS-Chaos in Innovationskraft. Und davon profitieren alle – egal, wie sie ticken.

    Wer ich bin – und was ich für Sie tun kann

    Ulli Masztalerz | Coach, Kommunikationsberaterin & ADHS-Trainerin

    Seit über mehr als 25 Jahren helfe ich Menschen und Unternehmen dabei, dass Kommunikation gelingt – besonders dort, wo unterschiedliche Gehirne aufeinandertreffen. Mein Fokus: Neurodiversität als Potenzial statt Problem. Als selbst Betroffene kenne ich beide Seiten.

    Einzelcoaching für Führungskräfte, Teamworkshops, Veränderungsbegleitung – immer praxisnah und mit messbarer Wirkung.

    Lust auf mehr Klarheit statt Chaos? 030 552 48 198 | 0160 844 9656 | u.masztalerz@gmail.com

  • Nachhaltigkeitsstrategie für KMU: In 6 Schritten zur eigenen Strategie

    Nachhaltigkeitsstrategie für KMU: In 6 Schritten zur eigenen Strategie

    In der Blogserie „Nachhaltigkeit leicht gemacht“ gibt es praxisorientierte Tipps und Strategien, um nachhaltige Maßnahmen erfolgreich im Unternehmen umzusetzen. Jeder Beitrag bietet leicht verständliche Anleitungen, konkrete Beispiele und hilfreiche Vorlagen, die nicht nur dabei helfen, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sondern auch die gesetzlichen Berichtspflichten effizient zu erfüllen und gleichzeitig die Unternehmenskultur zu stärken.

    Einführung

    Nachhaltigkeit ist für kleine und mittlere Unternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor, um Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit zu stärken. Dennoch verfügen laut aktuellen Studien rund 60 % der KMU noch über keine formale Nachhaltigkeitsstrategie (Quellen: Umweltbundesamt 2024KfW-Mittelstandspanel 2024). Dabei hilft eine eigene strukturierte Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen Handlungsfelder zu identifizieren, Maßnahmen zielgerichtet zu planen und umzusetzen und Erfolge sichtbar zu machen. Zudem hilft eine Nachhaltigkeitsstrategie dabei durch Optimierungen verschiedenster Prozesse und Ressourcen (mehr dazu z.B. in diesen Beiträgen: EnergieWasser) Kosten zu sparen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Gleichzeitig schafft sie Transparenz gegenüber Kunden und Partnern.

    Download der Mustervorlage

    Hier findest Du eine kostenfreie Mustervorlage für Deine eigene Nachhaltigkeitsstrategie als Word-Dokument zum Download: https://sarahnock.de/nachhaltigkeit-to-go-nachhaltigkeitsstrategie

    Warum eine Nachhaltigkeitsstrategie für KMU wichtig ist

    Eine Nachhaltigkeitsstrategie…

    • schafft Orientierung und definiert klare Ziele.
    • erhöht die Effizienz durch gezielten Ressourceneinsatz.
    • stärkt das Unternehmensimage und schafft Transparenz.
    • erleichtert die Erfüllung von Berichtsaufgaben und Zertifizierungen.
    • steigert die Motivation und Einbindung der Mitarbeitenden.

    Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende

    Für das UnternehmenFür die Mitarbeitenden
    Klarheit, Fokus und Effizienz als Team steigernVerständnis im Team für Maßnahmen steigern
    Wettbewerbsvorteile und Innovationpotentiale erkennen und erschließenEngagement und Mitgestaltung ermöglichen
    Mitarbeiterbindung stärkenZufriedenheit steigern

    Praxisanleitung: In 6 Schritten zur eigenen Nachhaltigkeitsstrategie

    Schritt 1: Überblick verschaffen – Status quo analysieren

    • Sammle vorhandene Daten und Maßnahmen.
    • Analysiere, welche Ressourcen (z.B. Energie, Material) genutzt werden und wo Verbesserungen möglich sind.
    • Binde Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten ein, um Erwartungen und Ideen zu erfassen.

    Schritt 2: Ziele SMART formulieren

    • Setze messbare, spezifische, attraktive und realistische Ziele (z.B. CO₂-Reduktion um 20 % in 3 Jahren, Senkung Stromkosten um 20% in 2026).
    • Verankere die Ziele fest in der Geschäftsplanung, um sie verbindlich umzusetzen.

    Schritt 3: Maßnahmenkatalog erstellen (Low hanging fruits & langfristige Projekte)

    • Wähle Maßnahmen, die schnell Wirkung zeigen („Quick Wins“), wie z.B. Energiesparlampen, Lieferantenbewertung oder Mitarbeiterschulungen.
    • Starte mit einfachen und kostengünstigen Schritten, um Motivation und Dynamik zu erzeugen.
    • Definiere langfristigere Maßnahmen, um Nachhaltigkeitsmanagement im Alltag zu verankern

    Schritt 4: Zeitplan und Verantwortlichkeiten festlegen

    • Bestimme eine Person als Nachhaltigkeitsbeauftragten oder ein Team (z.B. Green Team) für die Koordination.
    • Lege einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen fest.

    Schritt 5: Kommunikation und Schulung

    • Stelle die Strategie im Team vor und informiere regelmäßig über Fortschritte.
    • Berichte Erfolge auch nach außen an Kunden und Partner.

    Schritt 6: Monitoring, Dokumentation und Weiterentwicklung

    • Überwache Kennzahlen, dokumentiere Erfolge und passe Maßnahmen bei Bedarf an.
    • Setze jährlich neue Ziele und entwickle die Strategie kontinuierlich weiter.

    Tipp für Berichte

    Dokumentiere umgesetzte Maßnahmen und erreichte Erfolge klar und strukturiert. So kannst Du sie gezielt für Nachhaltigkeitsberichte (z.B. CSRD, VSME, DNK), Zertifizierungen und öffentliche Berichte im Rahmen deiner Außenkommunikation nutzen und Dein Engagement sichtbar machen.

    Persönliche Erfahrungen: Schnelle Erfolge und neue Chancen

    Mit einer einfachen Bestandsaufnahme und ersten kleinen Maßnahmen konnten wir im eigenen Unternehmen schnell Energie-, Wasser- und Müllkosten einsparen. Die Analyse unserer Lieferanten hat neue, nachhaltigere Produkte und Services erschlossen. Die Einbindung und Schulung der Mitarbeitenden führten zu mehr Motivation und weiteren Ideen für nachhaltiges Handeln im Alltag. Die Strategie wird jährlich überprüft und weiterentwickelt – das schafft Transparenz und eröffnet langfristig neue Geschäfts-Chancen.

    Meinen ausführlicheren Erfahrungsbericht zu Kurz- und langfristigen Erfolgen findest du hier: https://www.sarahnock.de/nachhaltigkeit-to-go-nachhaltigkeitsstrategie

    Fazit

    Die Erstellung einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie ist in wenigen Stunden möglich. Eine einfache, praxisnahe Nachhaltigkeitsstrategie bietet KMU die Chance, Ressourcen zu schonen, Kosten zu senken und das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.
    Mit klaren Schritten und der Einbindung des gesamten Teams gelingt der Einstieg – und eröffnet neue Chancen für Innovation und Wachstum.

    Du hast Rückfragen zu diesem Thema oder suchst konkrete Unterstützung bei der Entwicklung Deiner Nachhaltigkeitsstrategie? Dann schreibe mir gerne eine Email an: hallo@sarahnock.de

    Autorin: Sarah Nock | www.sarahnock.de

  • Rückschau: Unternehmensnachfolge – erfolgreich gestalten

    Rückschau: Unternehmensnachfolge – erfolgreich gestalten

    Zum Auftakt des Mittelstandsforums Metropol 2025 trafen sich rund 40 Unternehmer*innen, Nachfolgeinteressierte und Fachleute aus dem Berliner Mittelstand zur Veranstaltung „Unternehmensnachfolge – erfolgreich gestalten“. Das Mittelstandsforum Metropol wird seit über 10 Jahren vom FKU gemeinsam mit der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft (IMW e.V.) organisiert.

    Gastgeber war die Sedus Stoll AG mit ihrem Showroom – ein inspirierender Ort, der wie gemacht war für einen gelungenen Netzwerk-Abend.

    Die Sedus Stoll AG, gegründet 1871, gehört zu den führenden europäischen Herstellern von Büromöbeln und Arbeitsplatzlösungen. Das Unternehmen steht für ergonomisches Design, Nachhaltigkeit und Innovationsfreude – Werte, die auch in ihrem Berliner Showroom spürbar wurden. Und ganz nebenbei: Auch im FKU-Büro stehen natürlich ein paar Sedus-Stühle – aus gutem Grund.

    Zur Eröffnung begrüßten Heiko Cyrus-Sommer (Algonet GmbH) und Udo M. Strenge, Vorstand der IMW e.V., die Gäste. Beide betonten, wie bedeutend eine kluge, frühzeitig begleitete Nachfolge für die Zukunft des Mittelstands ist – gerade jetzt, wo viele Betriebe vor der Frage stehen, wie es weitergeht.

    Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete der Vortrag von Dipl.-Betriebswirt Christian Schröter (Intagus GmbH). Mit hoher Fachkenntnis und Gespür für die unternehmerische Praxis zeigte er auf, unter welchen Bedingungen eine Unternehmensnachfolge gelingen kann. Entscheidend sei, dass die Übergabe nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Überzeugung erfolgt. Auch die Attraktivität des Unternehmens, seine Unabhängigkeit von der Inhaberin oder dem Inhaber sowie die Bereitschaft, sich durch externe Expertise unterstützen zu lassen, seien Schlüsselfaktoren. Besonders greifbar wurde der Vortrag in dem Moment, als es um die Frage ging: Was ist mein Unternehmen eigentlich wert? Schröter erklärte anschaulich, wie sich der Wert über Substanz, Ertragskraft und Marktvergleiche ermitteln lässt – unter anderem anhand von EBIT-Multiples.

    Der Vortrag fand großen Zuspruch. Es entwickelte sich im Anschluss ein intensiver, offener Austausch zwischen den Gästen und dem Referenten. Viele brachten eigene Erfahrungen ein, stellten Fragen und diskutierten weiter – so lebendig und persönlich, dass die letzten Gäste erst gegen 22 Uhr den Showroom verließen. Die Veranstaltung hat deutlich gemacht: Unternehmensnachfolge ist kein rein wirtschaftlicher Akt, sondern ein persönlicher und strategischer Prozess, der Klarheit, Bereitschaft und gute Begleitung braucht.