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Kategorie: Aktuelles

  • Rückblick: Erfolgsfaktor Karrierewebsite – Webinar mit Diego Hinz

    Rückblick: Erfolgsfaktor Karrierewebsite – Webinar mit Diego Hinz

    Im Mai lud das Regionalen Fachkräfte-Bündnis zu einem einstündigen, praxisnahen Online-Seminar zum Thema Karrierewebsites ein. Unter dem Titel „Erfolgsfaktor Karrierewebsite: Was wirklich zählt“ zeigte Webexperte Diego Hinz, MEWIGO wie Unternehmen ihre Online-Präsenz gezielt nutzen können, um Fachkräfte zu gewinnen.

    Der „War for Talents“ – und wie man ihn gewinnt

    Zu Beginn machte Diego Hinz deutlich, dass der Fachkräftemangel die Realität vieler Unternehmen prägt. Umso wichtiger sei eine professionelle und überzeugende Karrierewebsite – nicht nur als digitale Visitenkarte, sondern als aktives Recruiting-Tool. Dabei sei es entscheidend, authentisch, zielgruppengerecht und technisch nutzerfreundlich aufzutreten.

    Inhalte mit Mehrwert – statt Floskeln

    Anhand konkreter Beispiele aus seiner langjährigen Agenturpraxis zeigte Hinz auf, welche Inhalte wirklich zählen. Ob Benefits, Werte oder Team-Einblicke – Bewerberinnen und Bewerber wollen Einblicke in die Kultur und Arbeitsweise eines Unternehmens erhalten. Die Zeiten austauschbarer Textbausteine seien vorbei, so Hinz. Er plädierte für Ehrlichkeit und Relevanz, angepasst an unterschiedliche Zielgruppen wie Berufseinsteigende oder erfahrene Fachkräfte.

    Typische Fehler vermeiden – mit einfachen Mitteln

    Ein zentraler Teil des Webinars widmete sich den häufigsten Fehlern auf Karrierewebsites – von fehlender Mobile-Optimierung über umständliche Bewerbungsprozesse bis hin zu unklaren Ansprechpartnern. Besonders wichtig sei eine einfache, barrierefreie Navigation und ein klarer Call-to-Action. Auch die Kontaktaufnahme sollte möglichst niedrigschwellig möglich sein.

    Praktische Tipps für die Umsetzung

    Teilnehmende erhielten eine Vielzahl konkreter Handlungsempfehlungen, die sich sowohl für den Einstieg ins Thema als auch zur Optimierung bestehender Seiten eignen. Dabei spannte Hinz den Bogen von grundlegenden Überlegungen wie „Karriereseite oder eigener Karrierebereich?“ bis hin zu modernen Gestaltungselementen im Sinne des Employer Brandings.

    Inspirierender Austausch zum Abschluss

    Im abschließenden Q&A beantwortete Diego Hinz individuelle Fragen aus dem Publikum – von technischen Umsetzungsdetails bis hin zu strategischen Überlegungen rund um Personalmarketing und Arbeitgebermarke.

    Fazit

    Ein kompaktes und inhaltlich starkes Webinar, das praxisnah zeigte, wie eine Karrierewebsite zu einem wirkungsvollen Instrument im Recruiting werden kann. Vielen Dank an Diego Hinz für seine inspirierenden Impulse und an alle Teilnehmenden für den regen Austausch!

  • Rückschau Digitalsalon Berlin | „Nachhaltigkeit trifft Digitalisierung – Kreislaufwirtschaft in der Praxis“

    Rückschau Digitalsalon Berlin | „Nachhaltigkeit trifft Digitalisierung – Kreislaufwirtschaft in der Praxis“

    Am 29. April 2025 öffnete das Computerspielemuseum in Berlin seine Türen für eine besondere Premiere: Der erste DAB Digitalsalon für Friedrichshain-Kreuzberg brachte Unternehmer*innen, Dienstleister und Multiplikatoren zusammen, um sich über nachhaltige Digitalisierung und praktische Lösungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft auszutauschen. Wir blicken auf einen inspirierenden Abend zurück – geprägt von zukunftsgerichtetem Denken und konkreten Lösungsansätzen.

    Der Digitalsalon mit rund 60 Gästen markiert einen erfolgreichen Auftakt und dient gleichzeitig als Best-practice-Beispiel für eine wirksame Kooperation zwischen dem FKU, der Digitalagentur Berlin und der bezirklichen Wirtschaftsförderung.

    Dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit nicht nur zusammengedacht, sondern auch gemeinsam umgesetzt werden müssen, stand klar im Mittelpunkt des Abends.

    Nach einem einleitenden Grußwort von Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann, die die strategische Relevanz der Digitalisierung für den Bezirk betonte, machte unser Vorstandsmitglied Detlef Heinze in seiner Begrüßung deutlich, wie wichtig die Rolle des Unternehmertums als aktiver Treiber dieser Entwicklungen ist.

    Green IT als Hebel für Nachhaltigkeit und Effizienz

    Ein inhaltliches Highlight bot die Keynote von Thomas Gros, Nachhaltigkeitsexperte bei der circulee GmbH. Er zeigte auf, wie Green IT nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Vorteile für Unternehmen entfaltet. Anhand praxisnaher Beispiele – etwa zur Wiederverwendung von Hardware – wurde deutlich, wie Ressourcenschonung und wirtschaftliche Effizienz Hand in Hand gehen können.

    Für viele Teilnehmende kristallisierte sich dabei eine zentrale Botschaft heraus: Wer Nachhaltigkeit als strategischen Bestandteil moderner Unternehmensführung versteht, profitiert spürbar – auch in finanzieller Hinsicht.

    Netzwerken und lebendiger unternehmerischer Austausch

    Im Anschluss an den thematischen Teil bot das Computerspielemuseum eine ganz besondere Atmosphäre für informellen Austausch: Bei einer exklusiven Führung durch die Ausstellung konnten sich die Gäste auf eine Zeitreise durch die Geschichte digitaler Unterhaltung begeben – ein idealer Icebreaker für anregende Gespräche bei Snacks und kühlen Getränken.

    Fazit: Sichtbare Impulse für den Mittelstand

    Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an nachhaltiger Digitalisierung im Mittelstand ist – und wie wichtig Formate sind, die Austausch, Inspiration und konkrete Impulse zusammenführen. Als FKU greifen wir diese Themen weiter aktiv auf und zeigen Unternehmer*innen die vielfältigen Chancen auf, die sich daraus für ihre Zukunft ergeben.

    Unser Dank gilt allen Mitveranstaltenden – insbesondere der Digitalagentur Berlin und der Wirtschaftsförderung Friedrichshain-Kreuzberg – sowie dem Team des Computerspielemuseums für die gelungene Zusammenarbeit. Ein großes Dankeschön auch an alle Unternehmer*innen, die mit ihren Fragen, Perspektiven und Erfahrungen diesen Abend bereichert haben.

  • Sorgfältige Einarbeitung ist kein „Nice-to-have“ – sondern ein strategischer Erfolgsfaktor – von Rolf Hempel, b-steps

    Sorgfältige Einarbeitung ist kein „Nice-to-have“ – sondern ein strategischer Erfolgsfaktor – von Rolf Hempel, b-steps

    In vielen Unternehmen herrscht noch immer ein weit verbreiteter Irrtum: Neue Mitarbeitende sollen von Tag eins an „einfach funktionieren“. Zeit für aufwendige Einarbeitung? Fehlanzeige. Doch dieser Denkfehler kann Unternehmen auf lange Sicht teuer zu stehen kommen.

    Ein Gespräch mit einem Geschäftsführer brachte dieses Thema für mich kürzlich wieder ganz deutlich auf den Punkt. Seine Aussage: „Einarbeiten? Brauchen wir nicht. Die Neuen müssen einfach liefern.“ – hat mich nachdenklich gemacht. Denn sie steht exemplarisch für eine Haltung, die in der Hektik des Alltags zwar nachvollziehbar, aber unternehmerisch riskant ist.

    Fakt ist: Eine strukturierte Einarbeitung ist keine Zeitverschwendung – im Gegenteil. Sie ist eine Investition in Produktivität, Motivation und Mitarbeiterbindung.

    Was gute Einarbeitung bewirkt

    Ein durchdachtes Onboarding hilft neuen Mitarbeitenden, sich schneller zurechtzufinden. Sie verstehen ihre Aufgaben, fühlen sich mit der Unternehmenskultur vertraut und bekommen Orientierung in den internen Abläufen. Das sorgt nicht nur für schnellere Ergebnisse, sondern auch für eine positive emotionale Bindung ans Unternehmen.

    Unternehmerinnen und Unternehmer, die in eine systematische Einarbeitung investieren, stellen oft fest:

    • Neue Teammitglieder arbeiten schneller eigenständig,
    • machen weniger Fehler,
    • und sind motivierter, Verantwortung zu übernehmen.
    • Einarbeitung spart langfristig Ressourcen

    Wer glaubt, dass Einarbeitung Ressourcen kostet, hat noch nicht ausgerechnet, wie viel ineffiziente Prozesse, unnötige Rückfragen und vermeidbare Fehler im ersten halben Jahr tatsächlich kosten. Außerdem lassen sich durch eine gute Einarbeitung Unsicherheiten reduziert und potenzielle Probleme frühzeitig angehen, lange bevor sie sich verselbständigen können.

    Zudem entstehen im Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen wertvolle Lernprozesse. Wissen wird weitergegeben, die Zusammenarbeit im Team verbessert sich – das Unternehmen profitiert als Ganzes.

    Fazit: Gute Einarbeitung ist Führungsaufgabe

    Gerade in wachstumsstarken oder sich wandelnden Unternehmen ist es entscheidend, neue Mitarbeitende nicht nur fachlich, sondern auch kulturell „abzuholen“. Wer das Thema Einarbeitung zur Chefsache macht, legt den Grundstein für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

    Einarbeiten heißt nicht, Aufgaben kleinschrittig zu erklären – es heißt, Menschen in ihrer neuen Rolle willkommen zu heißen, zu befähigen und ihnen Orientierung zu geben.

    Über den Autor Rolf Hempel, b-steps

    Rolf Hempel ist Ingenieurpädagoge und Experte für professionelles Onboarding. In Tagesseminaren gibt er Unternehmern und Personalverantwortlichen Anleitung, wie neue Mitarbeiter professionell willkommen geheißen und gründlich eingearbeitet werden können.

    Mehr erfahren: https://www.b-steps.de

  • Berufsorientierung kennt keine Ferien

    Berufsorientierung kennt keine Ferien

    Wer beruflich durchstarten will, muss erst einmal seinen eigenen Weg finden – auch wenn das Ziel für manche noch in weiter Ferne liegt. Genau das zeigt auch das Beitragsbild, das symbolisch für die aktuelle Lebenssituation der insgesamt sechs Jugendlichen aus dem Safe-Hub-Playmaker-Programm steht: voller Aufbruchsstimmung, aber noch nicht ganz am Ziel.

    Tag 1 – Von der Charité bis zur Bowlingbahn

    Der erste Tag begann am Campus des Charité Virchow-Klinikums. Dort begrüßte uns Annika Paul, die Koordinatorin für Fachpraxisanleitung. Gemeinsam mit ihr erkundeten wir die Stationen der Hepatologie und Gastroenterologie. Die Stationsleitungen erklärten den Jugendlichen anschaulich, welche Krankheitsbilder dort behandelt werden und wie der Alltag auf einer Station aussieht.

    Danach ging es in einen echten Hörsaal: Dort wurden die vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten an der Charité vorgestellt – vom klassischen Pflegeberuf bis hin zu spezialisierten Studiengängen. Eine beeindruckende Palette, die viele neue Perspektiven eröffnete.

    Doch damit war der Tag noch lange nicht zu Ende. Nach dem medizinischen Einblick stand der Besuch im Big Bowl Lichtenberg an – dem Unternehmen von Detlef Heinze, Vorstandsmitglied des FKU. Hier lernten die Jugendlichen die facettenreiche Welt der Gastronomie und Hotellerie kennen. Ein Highlight war definitiv der Blick hinter die Kulissen der Bowlingbahn: Wie funktioniert die Technik im Hintergrund? Wer sorgt für den reibungslosen Ablauf?

    Zum Abschluss durften die Jugendlichen ihr Talent bei einem kleinen Service-Parcours unter Beweis stellen – mit viel Humor, Einsatz und Teamgeist.

    Tag 2 – Zwischen Kinderklinik und Hochhausdach

    Der zweite Tag führte erneut zur Charité. Dieses Mal begrüßte uns Anette Fritsch, die seit über 30 Jahren in der Kinderklinik tätig ist. Besonders bewegend war der Besuch auf der Kinderkrebsstation. Wer meint, das sei ein trauriger Ort, liegt falsch: Die bunt gestalteten Räume, die liebevoll engagierten Pflegekräfte und das Lachen der Kinder zeigten wie viel Lebensfreude auch in schwierigen Situationen möglich ist.

    Ein weiteres Highlight war die Neugeborenenstation. Während der Visite durften die Jugendlichen sogar einen Blick auf Zwillinge im Brutkasten werfen, die etwas zu früh das Licht der Welt erblickt hatten.

    Im anschließenden Gespräch betonte Anette Fritsch noch einmal, wie sinnstiftend der Beruf der Pflegefachfrau ist. Ihren eindringlichen Rat gab sie den Jugendlichen mit auf den Weg: „Stellt euch die wichtigste Frage überhaupt: Möchte ich mit Menschen arbeiten – oder mit Maschinen?“ Diese Überlegung bildete auch den Übergang zur letzten Station des Tages.

    Diese führte zur NAMOS Verwaltungs-Immobilien GmbH, wo uns Carsten Winkler, ebenfalls Vorstandsmitglied, einen exklusiven Einblick in die Gebäudetechnik der Oberbaum City gab. Von riesigen Pumpenanlagen über moderne Brunnensteuerungen bis hin zu gewaltigen Lüftungs- und Entrauchungsanlagen – hier wurde deutlich, wie komplex und technisch anspruchsvoll Gebäudemanagement sein kann.

    Den krönenden Abschluss bildete ein besonderer Moment: Ein exklusiver Blick vom Lux Tower – ein Ort, der nur wenigen zugänglich ist. Hoch über Berlin konnte man den zurückgelegten Weg Revue passieren lassen.

    Ob die vorgestellten Berufe am Ende die richtigen für jeden Einzelnen sind, bleibt offen. Was wir aber mit Sicherheit sagen können: Wir haben gezeigt, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten sind – und dass es sich lohnt, neugierig zu sein, Fragen zu stellen und den eigenen Weg zu erkunden. Die Playmaker nehmen von diesen zwei Tagen viele Eindrücke, neue Perspektiven und vielleicht auch ein klareres Bild ihrer beruflichen Zukunft mit.

  • Ein Jahr Bündnis für Biodiversität: Wirtschaftlicher Erfolg durch ökologische Verantwortung

    Ein Jahr Bündnis für Biodiversität: Wirtschaftlicher Erfolg durch ökologische Verantwortung

    Im April feierte das Berliner Bündnis für Biodiversität seinen ersten Geburtstag – und das an einem Ort, der selbst ein Symbol für urbane Stadtnatur ist: dem Radialsystem in Friedrichshain. Die Veranstaltung markierte nicht nur einen Meilenstein für die nachhaltige Entwicklung Berlins, sondern auch für die beteiligten Unternehmen, die zeigen: Biodiversität ist längst mehr als ein ökologisches Anliegen – sie ist ein strategischer Wirtschaftsfaktor.

    Das von der IHK Berlin und der DIHK Service GmbH ins Leben gerufene Bündnis vereint inzwischen 26 Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branche – darunter seit diesem Jahr auch der Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein (FKU). Gemeinsam setzen sie auf konkrete Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt: von naturnah gestalteten Außenflächen über begrünte Dächer bis hin zu Bildungsprojekten.

    Ein Highlight der Jubiläumsveranstaltung war das Format „Pitch-Your-Project“, in dem Unternehmen ihre erfolgreich realisierten Biodiversitätsmaßnahmen vorstellten. Darüber hinaus bot der Tag Raum für Austausch, neue Kooperationen und kreative Lösungsansätze.

    Besonders sichtbar wird das Engagement bei unseren FKU-Mitgliedern:

    • Fritzforum: Als Ort für kreative Events und Denkformate ist Biodiversität hier Teil des Konzepts – von der Begrünung bis zur inhaltlichen Auseinandersetzung in Veranstaltungen.
    • RFR Management GmbH – East Side Mall: Die Mall erweitert ihre bereits bestehende Blühecke mit Honigbienen um neue Lebensräume speziell für Wildbienen – eine wichtige Maßnahme im urbanen Raum.
    • NIRGENDWO – Lokschuppen-Kultur gGmbH: Das Umweltbildungszentrum bringt Biodiversität direkt in die Mitte der Stadt und sensibilisiert mit Workshops und Veranstaltungen vor allem junge Zielgruppen.

    Martin Knauft aus der FKU-Geschäftsstelle begleitet diese Entwicklungen aktiv und unterstützt Mitglieder bei der Findung  der richtigen Partner*innen für die Integration biodiversitätsfördernder Ansätze in der Wirtschaft.

    Der Erfolg des Bündnisses liegt nicht nur in der ökologischen Wirkung.

    Biodiversität zahlt sich auch wirtschaftlich aus: Sie sichert langfristig Ressourcen, reduziert betriebliche Risiken in Zeiten des Klimawandels und steigert die Attraktivität von Standorten – ein klarer Standortvorteil für Friedrichshain-Kreuzberg. Denn gerade in einem dynamischen, urban geprägten Bezirk wie unserem, wo Freiflächen rar und der Innovationsdruck hoch ist, bietet Biodiversität konkrete Potenziale: für neue Geschäftsmodelle, stärkere Kundenbindung und ein verantwortungsbewusstes Unternehmensprofil.

    Wie im Tagesspiegel-Bericht zur Veranstaltung hervorgehoben, entstanden allein im ersten Jahr rund 50 Projekte – von Wildstaudenbeeten über Dachbegrünungen bis hin zu Insektenhotels auf Werkshöfen. Besonders bemerkenswert: Viele Projekte wurden von Auszubildenden umgesetzt – ein starkes Zeichen für die Verankerung des Themas in der nächsten Unternehmergeneration.

    „Vielfalt führt zum Erfolg“, so bringt es IHK-Geschäftsführerin Manja Schreiner auf den Punkt. Und tatsächlich: Die Vielfalt der Beteiligten, der Maßnahmen und der neuen Lebensräume zeigt, wie viel Potenzial in ungenutzten städtischen Flächen steckt – auch wirtschaftlich.

    Das Bündnis für Biodiversität ist damit mehr als ein Symbol für Nachhaltigkeit – es ist ein praktischer Beitrag zur unternehmerischen Zukunftssicherung. Gerade für unsere Unternehmen in Friedrichshain-Kreuzberg heißt das: Wer heute in Biodiversität investiert, sichert sich morgen einen echten Wettbewerbsvorteil.

    [Fotos: Amin Akhtar – IHK Berlin]

  • Nachbericht: Frühlingsempfang der Berliner Wirtschaft am Müggelsee

    Nachbericht: Frühlingsempfang der Berliner Wirtschaft am Müggelsee

    Ein Frühlingsempfang wie er besser nicht hätte sein können: Zum zweiten Mal luden der Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein, das Unternehmensnetzwerk Pankow, der Wirtschaftskreis Mitte und das Unternehmensnetzwerk Moabit gemeinsam zum Frühlingsempfang der Berliner Wirtschaft ein. Diesmal fand die Veranstaltung an einem besonderen Ort statt – im Restaurant Fisch Borke am idyllischen Müggelsee, betrieben vom FKU-Mitglied Kochzirkel unter der Leitung von Jan Möhwald.

    Die rund 70 Teilnehmenden erwartete ein Empfang in außergewöhnlicher Kulisse. Eingebettet in die Natur und direkt am Wasser gelegen, bot der Veranstaltungsort eine Atmosphäre, die nicht passender hätte sein können, um den Frühling feierlich zu begrüßen.

    Nach einem entspannten Ankommen mit einem Glas Crémant hieß die Vorstandsrunde der vier Netzwerke die Gäste herzlich willkommen. In ihren Beiträgen wurde der Stellenwert von unternehmerischer Zusammenarbeit gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten besonders hervorgehoben. Der gemeinsame Tenor: Vernetzung ist mehr denn je die Grundlage für Stabilität und wirtschaftlichen Erfolg.

    Auch Mattis Richter vom Tourismusverein Treptow-Köpenick richtete das Wort an die Anwesenden. In seiner Ansprache würdigte er die wirtschaftliche Bedeutung der Region für das gesamte Berliner Stadtgebiet und betonte deren Potenzial für nachhaltige Entwicklung und Wachstum.

    Kulinarisch überzeugte der Abend mit einem sorgfältig komponierten Flying Buffet, das eine Auswahl der besten Spezialitäten der Fisch Borke präsentierte. Die Gäste wurden mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Fischgerichten und frühlingshaften Kompositionen verwöhnt, die sowohl Gaumenfreude als auch Gesprächsstoff boten.

    Ein besonderes Highlight stellte das Angebot des Kreuzberger Unternehmens Kayak Berlin Tours dar: Die Möglichkeit, mit dem Kajak über den Müggelsee zu paddeln und dabei den Sonnenuntergang zu erleben, wurde von vielen Gästen begeistert angenommen. Der Moment auf dem Wasser schuf eine besondere Verbindung zwischen Natur, Bewegung und Begegnung.

    Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie kraftvoll und lebendig das Berliner Unternehmertum ist, wenn Engagement, Offenheit und ein kluges Miteinander zusammentreffen. Der Frühlingsempfang 2025 war nicht nur ein geselliges Zusammenkommen, sondern ein Ausdruck dessen, wofür die Berliner Wirtschaft steht – verlässlich, zukunftsorientiert und bereit, gemeinsam neue Wege zu gehen.

  • Der FKU und das Berliner Bündnis für Biodiversität: Taten statt Worte

    Der FKU und das Berliner Bündnis für Biodiversität: Taten statt Worte

    Der FKU hat sich als Unterstützer dem Berliner Bündnis für Biodiversität angeschlossen, um aktiv zur Förderung der biologischen Vielfalt beizutragen. Doch was nützt eine gute Vernetzung und eine wohlklingende Absichtserklärung, wenn ihr keine Taten folgen? Genau diese Frage haben wir uns gestellt und beim letzten Besuch im Umwelt- und Naturbildungszentrum NIRGENDWO erneut deutlich beantwortet bekommen.

    Gerade jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um sich für die Biodiversität einzusetzen. Es gibt unzählige kleine Schritte, die wir unternehmen können, sei es für unser Unternehmen oder für unser Zuhause. Der Einsatz für einheimische Gewächse, Blumen und Gräser, die die Grundlage für die so wichtige Vielfalt an Insekten bilden, kann nicht nur einen positiven Beitrag zur Umwelt leisten, sondern auch das Stadtbild bereichern.

    Bei diesem Treffen überreichte Sarah Nock, Gründungsmitglied des Bündnisses für Biodiversität, Martin Knauft eine Nisthilfe, die er in seinem eigenen Garten aufstellen wird. Diese Nisthilfe ist eine kleine, aber symbolträchtige Geste, die uns daran erinnert, wie wichtig jede einzelne Maßnahme ist. Denn viele kleine Gesten summieren sich zu einer großen Wirkung.

    Im Gespräch zwischen Sarah und Martin ging es nicht nur um die Übergabe der Nisthilfe, sondern auch um die Möglichkeit, Veranstaltungen für Unternehmerinnen und Unternehmer zu gestalten, die sich mit dem Thema Biodiversität intensiv auseinandersetzen wollen. Es wurde schnell klar, dass ein Austausch über konkrete und umsetzbare Schritte für die Förderung der Biodiversität in Unternehmen und im Alltag notwendig ist.

    Leider ist das Thema Biodiversität gesellschaftlich oft sehr aufgeladen. Allein die Erwähnung von „Bio“ und „Diversität“ führt in manchen Kreisen zu hitzigen Diskussionen und sogar zu ablehnenden Reaktionen. Aber Biodiversität hat nichts mit Politik oder Ideologie zu tun. Sie ist die Grundlage unseres Daseins und somit auch unseres wirtschaftlichen Erfolgs und Wohlstandes.

    Wenn wir die Vielfalt der Insekten verlieren, verlieren wir auch die Basis für die Landwirtschaft, die Nahrungsketten und letztlich für unsere eigene Existenz.

    Unser Ziel ist nicht, zu bevormunden oder Vorschriften zu machen, sondern vielmehr, das Bewusstsein zu schärfen, dass der Schutz der Biodiversität sowohl notwendig als auch ästhetisch ansprechend und pflegeleicht sein kann. Kleine, aber wirkungsvolle Maßnahmen sind der erste Schritt zu einer nachhaltigen Veränderung, die nicht nur der Umwelt, sondern auch uns allen zugutekommt.

    In diesem Sinne freuen wir uns darauf, weiterhin mit Partnern und Unternehmern zusammenzuarbeiten, die diesen Weg mit uns gehen wollen – für eine lebenswerte, vielfältige Zukunft.

  • Girls’ Day 2025: Berufsorientierung zum Anfassen – mit K. Rogge Spezialbau GmbH und Gerüstbau Tisch GmbH 

    Girls’ Day 2025: Berufsorientierung zum Anfassen – mit K. Rogge Spezialbau GmbH und Gerüstbau Tisch GmbH 

    Am 3. April war Girls’Day – und damit wieder Gelegenheit für Berliner Unternehmen, jungen Mädchen praxisnahe Einblicke in Berufsfelder zu geben, die sonst oft nicht im Fokus stehen. Über 200 Unternehmen und Einrichtungen in der Hauptstadt beteiligten sich an der bundesweiten Aktion, bei der mehr als 6.000 Schülerinnen ab Klasse 5 Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften ganz praktisch erleben konnten. 

    Auch zwei Mitglieder aus unserem Netzwerk haben erneut gezeigt, wie gut erfolgreiche Nachwuchsgewinnung funktionieren kann: Die K. Rogge Spezialbau GmbH und die Gerüstbau Tisch GmbH öffneten ihre Tore für insgesamt 16 Schülerinnen – mit einem abwechslungsreichen, engagiert gestalteten Programm auf dem Firmengelände. 

    Nach einer herzlichen Begrüßung durch Anne-Marie Neumann (K. Rogge Spezialbau GmbH), inklusive kleiner Osterüberraschung, ging es direkt in die Praxis: Gemeinsam mit Nick Haselhof, Geschäftsführer der Gerüstbau Tisch GmbH, und seinem Team bauten die Teilnehmerinnen ein komplettes Gerüst auf – ausgestattet mit Helm, Schutzkleidung und Sonnenbrille. Dabei stand nicht nur das sichere Arbeiten im Vordergrund, sondern auch das Erlebnis, gemeinsam etwas zu schaffen. Die jungen Gäste überraschten mit Teamgeist, Kraft und Neugier – und machten beim anschließenden Abbau genauso motiviert mit. 

    Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter mit drei Praxisstationen: Beim Trockenbau wurden mit Unterstützung der Azubis Wände montiert und gebohrt. In der Stuckstation rührten die Mädchen Gips an und gossen ihn in selbst gewählte Formen – eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl und Konzentration erforderte. An der dritten Station präsentierten die Auszubildenden einen firmeneigenen LKW samt Kran. Highlight für viele: selbst am Steuer sitzen und den Kran bewegen. 

    Zum Abschluss stärkten sich alle bei einem gemeinsamen Mittagessen – und blickten auf einen intensiven Tag zurück, der nicht nur Einblicke, sondern auch echtes Erleben ermöglichte. 

    Das Engagement der K. Rogge Spezialbau GmbH und der Gerüstbau Tisch GmbH zeigt eindrucksvoll, wie Unternehmen durch direkte Begegnung und praktische Aufgaben junge Menschen für ihre Branche begeistern können. Wir danken beiden Betrieben für ihren großen Einsatz – und hoffen, dass sich auch im kommenden Jahr viele weitere Unternehmen aus unserem Netzwerk am Girls’ Day beteiligen. 

  • Dänische Delegation von City Managern besuchte Unternehmen in Friedrichshain-Kreuzberg – Austausch von Best-practice-Beispielen im Stadtmanagement

    Dänische Delegation von City Managern besuchte Unternehmen in Friedrichshain-Kreuzberg – Austausch von Best-practice-Beispielen im Stadtmanagement

    Am 1. April erhielt eine 25-köpfige Delegation von City Managern aus ganz Dänemark Einblicke zu vielfältigen Unternehmen in Friedrichshain-Kreuzberg. Dabei waren die City Manager vom 30. März bis 2. April in der Hauptstadt unterwegs, um Inspiration, frische Ideen und Best-practice-Beispiele für den eigenen Beitrag zur Stadtentwicklung in Dänemark mitzunehmen. Im Fokus der Studienreise stand der grenzüberschreitende Wissenstransfer.

    Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann begrüßte die dänischen City Manager gemeinsam mit Kathrin Klisch, Leiterin der bezirklichen Wirtschaftsförderung in der EAST SIDE MALL. Im Fokus stand der Austausch zu Stadtentwicklungsfragen.

    „Der aktive Austausch zu Strategien der Stadtentwicklung und die Förderung von lebendigen und attraktiven Städten ist von großer Bedeutung. Internationalen Begegnungen, wie sie diese Studienreise der City Manager ermöglicht, bietet die Chance, voneinander zu lernen und neue Impulse für die Weiterentwicklung unseres Bezirks zu gewinnen“

    Clara Herrmann, Bezirksbürgermeisterin

    Bei der Auswahl der besuchten Betriebe hat sich der Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein beratend engagiert und auch die entscheidenden Unternehmenstüren geöffnet.

    „Grenzüberschreitende Begegnungen und persönlicher Austausch stärken den lokalen Handel und setzen wichtige Entwicklungsimpulse. Es ist schön, zu sehen, dass FKU-Mitgliedsunternehmen zur internationalen Strahlkraft und Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Friedrichshain-Kreuzberg einen maßgeblichen Anteil beitragen.“

    Rolf Hempel, FKU-Vorstandsmitglied

    Stationen der dänischen Delegation waren die Anschutz Entertainment Group Development GmbH mit dem Uber Platz, der Umwelt- und Bildungsort Nirgendwo sowie ausgewählte Händler*innen und Angebote in der EAST SIDE MALL.

    In Empfang genommen wurden die Studienreisenden vor der Uber Arena von Heike Püschel, General Manager Uber Platz. Sie erhielten einen spannenden Input zur Geschichte und Entwicklung des Ortes. Moritz Hillebrandt, Vice President Communications, ermöglichte eine exklusive Führung durch die Uber Arena und beantwortete die interessierten Fragen der Studienreisenden.

    Im Anschluss folgte ein Treffen mit Sarah Nock, der Geschäftsführerin des Umwelt- und Kulturbildungsortes Nirgendwo in Friedrichshain. Die dänischen City Manager bekamen u. a. einen Einblick zur Entstehung des Ortes, zu seiner Bedeutung für die Stadtgesellschaft, zur Organisation und Finanzierung.

    Am Standort EAST SIDE MALL führte Ines Richter, Senior Associate der RFR Centermanagement GmbH, die dänische Delegation zur Maskenbildnerschule Mephisto Hasso von Hugo GmbH, dem neu eröffneten KONKON Asia Market sowie zur Sandbox VR.

    Die Geschäftführer*innen der Unternehmen waren vor Ort, um sich persönlich mit den City Managern zu unternehmerischen Zielen, Learnings und Erfolgen auszutauschen. Der Rundgang endete für alle in der Sandbox VR mit einem besonderen Highlight: dem eigenen Ausprobieren der state-of-the-art- VR-Technik. Mit einem lebendigen Get-together mit kühlen Getränken und feinen Häppchen klang der Rundgang schließlich aus. Als Abschiedsgeschenk gab es eine prall gefüllte Goodie Bag mit spannenden Produkten der besuchten Unternehmen.

    Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Unternehmen die mit ihrer Gastfreundschaft und Offenheit, die Berlin Studienreise der dänischen City Manager bereicherten und so ein wichtiges Zeichen für grenzüberschreitenden Wissensaustausch und Netzwerkbildung setzten!

    Hintergrundinformationen zum Friedrichshain-Kreuzberg-Besuch der dänischen City Manager

    Die Delegation bestand aus 25 Stadtverwaltern und Unternehmer*innen aus ganz Dänemark zusammen, die Mitglieder im Netzwerk Danske Handelsbyer sind. Dieses Netzwerk umfasst 62 dänische Städte und Gemeinden und unterstützt insbesondere den innerstädtischen Einzelhandel sowie die Stadtentwicklung.

    Neben Hamburg, London und Stockholm standen in den vergangenen Jahren auch Städte wie Amsterdam und Oslo auf dem Programm der Delegation. Diese Reisen bieten den Teilnehmern die Gelegenheit, neue Konzepte zur Förderung des Einzelhandels, zur Stadtentwicklung und zur Zusammenarbeit mit Kommunen und Politikern kennenzulernen.

    Die dänische Handelskammer, die mit ihren Mitgliedern aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen auch politische Interessen vertritt, unterstützt diese Art von Austausch, um ihre Mitglieder in rechtlichen, politischen und praktischen Fragen zu beraten und die Stadtentwicklung in Dänemark aktiv zu fördern.

  • Umfrage zur Fachkräftegewinnung von Geflüchteten mit Aufenthaltsgestattung/Duldung

    Umfrage zur Fachkräftegewinnung von Geflüchteten mit Aufenthaltsgestattung/Duldung

    Diese Kurz-Befragung der LokalWerk gUG dient dazu, Ihre unternehmerischen Erfahrungswerte in der Beschäftigung von Geflüchteten mit unsicherem Aufenthaltsstatus zu ermitteln, sowie Erfolgsfaktoren und Bedarfe für die Gewinnung dieser bisher kaum beachteten Personengruppe als potentielle Fach- und Arbeitskräfte.

    https://forms.gle/3kmHk67GfjRVjbgp8

    Worum geht es – der Hintergrund

    Passende Fach-, Arbeitskräfte oder Azubis zu finden, ist eine große Herausforderung für viele Unternehmen. Immer stärker wird das Recruiting im Ausland als Lösung thematisiert. Der Aufwand dafür ist jedoch enorm und überfordert gerade kleinere Unternehmen.

    Zugleich werden viele potentielle Fach- und Arbeitskräfte beim Recruiting vernachlässigt, obwohl diese bereits vorort sind (in Berlin über 33.000 !), meist schon über passable Deutschkenntnisse verfügen und unserer Erfahrung nach ausreichend motiviert sind, beruflich nachhaltig Fuß zu fassen.
    Es geht um Geflüchtete mit unsicheren Aufenthaltsstatus und guter Bleibeperspektive (Aufenthaltsgestattung oder Duldung), deren Beschäftigungsquote trotz Erleichterungen des Arbeitsmarktzugangs berlinweit bei gerade einmal 8% liegt (Quelle: Tagesspiegel).

    Das möchten wir, die LokalWerk gUG, mit Ihrer Unterstützung ändern und mit diesem kurzen Fragebogen herausfinden, wie Ihre Erfahrungen mit dieser Personengruppe sind und was es braucht, um diese besser für den Arbeitsmarkt zu erschließen.

    Die Befragung ist Teil des Projekts Work Now?!, das wir in Kooperation mit dem Partizipationsbüro des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg und dem Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein durchführen – im Auftrag des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Friedrichshain-Kreuzberg.