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Kategorie: Mittelstandsforum Metropol

  • Rückblick: Mittelstandsforum Metropol – Tom & Jerry 4.0: Wie Cyberkriminelle KMU ins Visier nehmen

    Rückblick: Mittelstandsforum Metropol – Tom & Jerry 4.0: Wie Cyberkriminelle KMU ins Visier nehmen

    „Mein Unternehmen ist doch viel zu klein für Hacker.“ – diesen Satz hört man häufig, wenn es um IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen geht. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Mehr als die Hälfte der KMU in Deutschland waren 2024 bereits von Cyberangriffen betroffen.

    Um das Unternehmensnetzwerk für diese Gefahr zu sensibilisieren, lud der Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein (FKU) gemeinsam mit dem IMW e.V. zum Mittelstandsforum Metropol ein. Die Veranstaltung fand im Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel statt.

    Deshalb gab es gleich zu Beginn spannende Einblicke:  Ulrike Urbich , Geschäftsführerin des Kommunalen Bildungswerks, führte durch das Haus und gab Einsichten in die Geschichte und die heutige Nutzung des Ortes als Bildungs- und Kulturzentrum.

    Fachlicher Impuls mit wichtigen Handlungsempfehlungen

    Der Berliner Kriminalhauptkommissar Olaf Borries von der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) beim LKA Berlin zeigte in seinem Vortrag, wie gezielte Cyberangriffe heute kleinere Betriebe treffen.

    Anhand konkreter Fallbeispiele erklärte er, wie schnell ein unbedachter Klick oder eine falsche Routine fatale Folgen haben kann – vom Datenverlust bis zum Stillstand ganzer Prozesse. Besonders eindrücklich war sein Hinweis, dass viele Angriffe gar nicht technisch komplex sind, sondern menschliche Gewohnheiten ausnutzen.

    Neben Warnungen hatte Borries aber auch praktische Tipps im Gepäck: etwa zur sicheren Datensicherung („kaltes Backup“) oder einfachen Schutzmaßnahmen, die jedes Unternehmen sofort umsetzen kann.

    Raum für Vernetzung und Austausch

    Nach dem Vortrag blieb genügend Zeit für Fragen, persönliche Gespräche und neue Kontakte. Beim anschließenden Get-together tauschten sich die Teilnehmenden über eigene Erfahrungen und Herausforderungen aus – ganz im Sinne des Mittelstandsforums Metropol, das den Austausch zwischen Unternehmer*innen aus Berlin und Brandenburg fördert.

    Fazit

    Cybersicherheit ist ein zentraler Teil unternehmerischer Verantwortung. Gerade für kleinere Betriebe ist es wichtig, Gefahren zu erkennen, aber auch zu wissen, wo Hilfe und Beratung verfügbar sind – zum Beispiel über die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime des LKA Berlin. Die Veranstaltung bot unserem Berliner Unternehmensnetzwerk eine abwechslungsreiche Mixtur aus Vernetzungschancen, relevantem unternehmerischem Wissen und dem Entdecken einer spannenden Berliner Veranstaltungslocation.

  • Rückschau: Unternehmensnachfolge – erfolgreich gestalten

    Rückschau: Unternehmensnachfolge – erfolgreich gestalten

    Zum Auftakt des Mittelstandsforums Metropol 2025 trafen sich rund 40 Unternehmer*innen, Nachfolgeinteressierte und Fachleute aus dem Berliner Mittelstand zur Veranstaltung „Unternehmensnachfolge – erfolgreich gestalten“. Das Mittelstandsforum Metropol wird seit über 10 Jahren vom FKU gemeinsam mit der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft (IMW e.V.) organisiert.

    Gastgeber war die Sedus Stoll AG mit ihrem Showroom – ein inspirierender Ort, der wie gemacht war für einen gelungenen Netzwerk-Abend.

    Die Sedus Stoll AG, gegründet 1871, gehört zu den führenden europäischen Herstellern von Büromöbeln und Arbeitsplatzlösungen. Das Unternehmen steht für ergonomisches Design, Nachhaltigkeit und Innovationsfreude – Werte, die auch in ihrem Berliner Showroom spürbar wurden. Und ganz nebenbei: Auch im FKU-Büro stehen natürlich ein paar Sedus-Stühle – aus gutem Grund.

    Zur Eröffnung begrüßten Heiko Cyrus-Sommer (Algonet GmbH) und Udo M. Strenge, Vorstand der IMW e.V., die Gäste. Beide betonten, wie bedeutend eine kluge, frühzeitig begleitete Nachfolge für die Zukunft des Mittelstands ist – gerade jetzt, wo viele Betriebe vor der Frage stehen, wie es weitergeht.

    Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete der Vortrag von Dipl.-Betriebswirt Christian Schröter (Intagus GmbH). Mit hoher Fachkenntnis und Gespür für die unternehmerische Praxis zeigte er auf, unter welchen Bedingungen eine Unternehmensnachfolge gelingen kann. Entscheidend sei, dass die Übergabe nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Überzeugung erfolgt. Auch die Attraktivität des Unternehmens, seine Unabhängigkeit von der Inhaberin oder dem Inhaber sowie die Bereitschaft, sich durch externe Expertise unterstützen zu lassen, seien Schlüsselfaktoren. Besonders greifbar wurde der Vortrag in dem Moment, als es um die Frage ging: Was ist mein Unternehmen eigentlich wert? Schröter erklärte anschaulich, wie sich der Wert über Substanz, Ertragskraft und Marktvergleiche ermitteln lässt – unter anderem anhand von EBIT-Multiples.

    Der Vortrag fand großen Zuspruch. Es entwickelte sich im Anschluss ein intensiver, offener Austausch zwischen den Gästen und dem Referenten. Viele brachten eigene Erfahrungen ein, stellten Fragen und diskutierten weiter – so lebendig und persönlich, dass die letzten Gäste erst gegen 22 Uhr den Showroom verließen. Die Veranstaltung hat deutlich gemacht: Unternehmensnachfolge ist kein rein wirtschaftlicher Akt, sondern ein persönlicher und strategischer Prozess, der Klarheit, Bereitschaft und gute Begleitung braucht.